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Musik- und Schachpause

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Am Mittwoch ist Musikpause: Der Hauswart bringt zwei Lautsprecher auf den Hof, dort wird Musik abgespielt (nach den Wünschen der Kids). Heute ist das Springseil dominant...

Freitags ist Schachpause. Wer mag, setzt sich für eine kurze Partie hin und spielt.

 

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Die tanzende Direktorin

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Es gibt sie auch in Europa: Die tanzende Direktorin.

Vor der Pause stellen sich die Kinder Erlebnisse der letzten Woche vor, bei „kum tö hop“, was „kommt zusammen“ bedeutet. Heute findet dies draussen statt. Für die einen Kinder ist es eine riesige Mutprobe, andere stehen bereits sehr souverän mit dem Mikrofon da. Irgendwann schleicht sich auch die Schulkatze an…

Heute ist Musikpause. Aus den Lautsprechern dröhnt Musik. Es macht schwupps, und die meisten Kinder zaubern ihre Springseile hervor. Mittendrin: Schulleiterin Claudia Junge-Lehtovuori
. Sie springt mit, versucht mit den Kindern neue Bewegungen aus. Immer wieder zieht sie weitere Kinder in den Bann, die sich plötzlich auch getrauen. Ihre Energie scheint unermüdlich. Frau Jul, wie sie liebevoll genannt wird, ist die tanzende Direktorin von der (fast) nördlichsten Schule Deutschlands.

Der tanzende Direktor, das Buch von Verena Friederike Hazel
, beschreibt die neuseeländische Schule (grosser Lese- und Geschenktipp!).
 

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Bewegung und Ruhe

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Was drinnen sehr herausfordernd ist, ist draussen normal. Die Kinder bewegen sich viel. Alleine, in Gruppen. Sie rennen, spurten, schleichen, springen, kriechen, robben.

 

Dieser Junge merkt: Ich brauche eine Pause. Er setzt sich hin, beobachtet. Eine hochgradig unaufgeregte Situation.

 

Ich würde einiges wetten: Diese Kinder haben sich in zwei Stunden weitaus mehr bewegt, als sie das im Sportunterricht in der Halle gemacht hätten.

Ebbe und Flut

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Wie erklärt man einem Kind die Gezeiten? Susanne, die Naturpädagogin, hat dies schon oft gemacht. Es sei aber das Schwierigste, es sei so komplex. Wie erklärt man die Fliehkraft oder die Erdanziehung?

Susanne lässt die Kinder Erde, Sonne und Mond spielen. Sie zeigt auf, wer wann an wem zieht: Und was dies symbolisch für das Wasser bedeutet.

Während Susanne erklärt, steigt langsam das Wasser wieder an. Die Kinder bemerken es, und erklären sich es mit ihren Worten.

 

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Seht, ich laufe auf dem Meeresboden

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Einmal pro Woche lernen die dritten Klassen der Sylter Schulen draussen, beim Naturtag. Naturpädagogin Susanne Rohde kennt die Insel, jede Ecke.

Heute ist sie mit den Kindern im Watt. Es ist Ebbe. Die Kinder erkunden den Boden, suchen verschiedene Gegenstände. Was sie nicht alles finden: Seepocken und Schulp, Pantoffelschnecken und Knotentang, Taschenkrebse und Herzmuscheln. Und noch vieles mehr.

 

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Ersatzschulen

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In Deutschland gibt es neben der öffentlichen und der privaten Schule noch die sogenannte Ersatzschule. Ersatzschulen müssen nachweisen, dass ihr pädagogisches Konzept abweicht von der traditionellen Schule.

Wenn alles gut läuft, erhält die Schule nach wenigen Betriebsjahren staatliche Unterstützung. Die Elternbeiträge sind dann "gedeckelt", in Schleswig-Holstein bei 225 Euro/Monat.

Maria und Rasmus Ipsen sowie Julia Kotterba gehen diesen mutigen Weg. Sie gründen auf Sylt eine freie Schule. Momentan haben sie noch kein Gebäude gefunden: Ein Bauwagen inmitten eines wunderbaren Parkes dient als erste Heimat.

 

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Quallenambulanz

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Es ist Spieltag am Strand. Die Gruppe macht eine Pause. Dieser Junge holt sich einen Stock und beginnt mit der Arbeit. Er rettet Quallen, die es ans Land geschwemmt hat. Vorsichtig nimmt er sie auf und transportiert sie ins Wasser. Qualle um Qualle.

 

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Und dann muss man ja auch noch Zeit haben

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Der Nachbar entsorgt eine alte Sitzbank. Wie toll! Die Schule bekommt sie, und verwandelt sie in eine kunterbunte Pippi Langstrumpf-Bank!

 

"Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen." Genau, Astrid Lindgren, so ist es!

Das Engadin von Deutschland

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Im Engadin und in weiteren Bündner Regionen lernen die Kinder rätoromanisch, also eines der fünf Idiome. Ähnlich verhält es sich in Friesland: Auf Sylt lernen die Kinder während einer Lektion pro Woche Söl'ring. Das ist der Sylter Dialekt der friesischen Sprache.

 

Auslandschule Dänemark

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Keine ganze Fahrstunde liegt diese Schule im Zentrum von Schleswig-Holstein von der dänischen Grenze entfernt. Das Einzugsgebiet ist gross, die Jugendlichen pendeln zum Teil ziemlich lange. Es ist ihnen (und ihren Familien) wichtig, die dänische Kultur leben zu dürfen. Schleswig-Holstein war ein umstrittenes Grenzgebiet: Früher gehörte es zu Dänemark, erst nach dem ersten Weltkrieg wurde die Grenze mit dem heutigen Verlauf gezogen.

 

Die Eingangshalle ist riesig: Oberhalb der Treppe ist die zentrale Bibliothek. Ein echter Treffpunkt... Die Schule nimmt - neben dem eigentlichen Kernzweck - auch Verantwortung wahr für die Community.

 

Siehe auch Filmbeitrag

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Opernvorhänge

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Diese Vorhänge, die bieten nicht nur visuellen Schutz, sondern vor allem akkustischen. Die äusserste  Schicht ist schwer brennbar, drin verstecken sich sieben verschiedene Lagen. Die Akustik wird äusserst stark gedämpft. Scheinbar werden die Vorhänge in dieser Schule zum ersten Mal verwendet: Sonst werden sie im Theater, Ballet, in der Oper eingesetzt.

 

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Luxusressort

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Hoch oben, im Norden Deutschlands, nahe der dänischen Grenze, da ist es: Das Internat Louisenlund.


Ich habe schon viele Schulen besucht: Diese ist anders. Ich wähne mich in einem Luxusressort. Der Park ist riesig - und wunderbar gepflegt. Ein grosser Sportplatz, ein riesiger Umschwung. Viele verschiedene, denkmalgeschützte Häuser sind auf dem Gelände verteilt. Dieses grenzt ans Gewässer; ein eigener kleiner Hafen gehört zur Schule.

Das selbstorganisierte Lernen spielt hier eine wichtige Rolle. Dafür wurden neue, offene Räume geschaffen. Der Stundenplan ist speziell: Er zeichnet sich aus durch wenige geführte Lektionen. Auffällig: Am Mittwoch ist kompakter Physiktag. Dann kann eingetaucht werden in die Materie.

Was hier gleich ist wie in vielen anderen Schulen: Der Wandel. Die Suche nach dem Schulmodell, welches das Lernen ins Zentrum stellt. Sven Meier, Leiter Campus Management, sagt es treffend: Lernen ist ein aktives Verb. Niemand kann belernt werden. Auch nicht diejenigen Kinder und Jugendlichen, die vielleicht weniger finanzielle Sorgen haben als andere.

 

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Betriebsferien

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Es ist die erste Schule, die ich kenne, die flexible Ferien anbietet. Im Hochsommer und über Weihnachten macht die Schule Betriebsferien. Zwischendurch können die Schüler:innen und die Mitarbeitenden selbst Ferien beziehen.

Die Ankommenszeit der Kinder ist ebenso flexibel. Wer frühmorgens nicht aus den Federn kommt, darf auch später ankommen.

In dieser Schule erinnert kaum etwas an Schule. Und ich glaube es dem Schulleiter Diego De Nicola, wenn er sagt: Die Kinder kommen einfach gerne zu uns.

 

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Zürich wächst

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Wie viele andere Gemeinden und Städte: Auch Zürich wächst. Der Lernraum ist knapp, die Logistik äusserst komplex. Überall, wo Raum ist, wird er genutzt. Wo keiner ist, da wird Raum geschaffen. Wer genau schaut bei einem Stadtrundgang, der sieht sie überall: Diese Zürcher Modular Pavillons. Man sieht ihnen ihr temporäres Dasein kaum an; sie wirken auf mich einladend, sind im Innenbereich gut durchdacht.

 

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Feigen - mitten in der Grossstadt

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Feigen, Kaki, Kiwi, Johannisbeeren neben Pfefferminze und Hochhaus. Wenn ich es nicht wüsste, würde ich es kaum merken, dass ich in der Stadt Zürich bin (auch wenn das Schulhaus eher am Rande der Stadt steht). Der Garten wurde erst wieder belebt: Die Bevölkerung half stark dabei, den Bereich von den zahlreichen Brombeeren zu befreien. Es ist eine Augenweide, welche Pflanzen rund um das Schulhaus zu sehen sind.

 

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Spielen auf dem Dach

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Der Aussenraum in der Primarschule Allmend ist sehr rar. Der Pausenplatz wurde deshalb schlicht aufs Dach verlegt. Dort stehen ein Fussballplatz und ein ruhiger Gartenbereich zur Verfügung. Dieser Bereich steht der Bevölkerung übrigens ausserhalb der Schulzeiten zur Verfügung: Dann führt der Weg über diese Wendeltreppe.

 

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Reise in den Kindergarten

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In Münchwilen erhalten Eltern rund 1.5 Jahre vor der Einschulung in den Kindergarten einen Fragebogen. Die Sprachkompetenz des Kindes wird abgefragt. Wenn ein Kind noch kaum deutsch kann, hat es Anrecht auf die frühkindliche Sprachförderung. In kleinen Gruppen (bis max. 10 Kinder) lernen die Kinder spielerisch die Sprache kennen. Zudem lernen sie zu springen, zu balancieren, eine Schere in die Hand zu nehmen. Das Angebot ist kostenlos, so kann es auch Eltern ansprechen, die sich die Spielgruppe schlicht nicht leisten können.

 

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Netzlandschaft

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Es ist faszinierend, wie sicher sich die Kinder in der Netzlandschaft bewegen.

Sie klettern, hangeln, balancieren, rennen, stemmen, …

In der Schweiz gibt es zwei Netzlandschaften in der Schule: In Lichtensteig und in Allschwil.


Die Kinder lernen neue Bewegungsmuster kennen, balancieren sich immer wieder aus, lernen den dreidimensionalen Raum spielend zu entdecken, erforschen die Vogelperspektive.

Dieses Netz ist nicht einfach nur für eine Bewegungspause konzipiert. Das Netz eignet sich für viele Lernaufgaben.

 

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Herzstück

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Das zentrale Herzstück ist die grosse Aula mit der dominanten Treppe. Die Aula wird im Alltag als Essensbereich genutzt, kann problemlos umfunktioniert werden zur Bühne.

Lernquartier

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Die Schule setzt sich aus drei Lernquartieren (synonym für Cluster) zusammen. Ein Lernquartier ist in sich geschlossen, beinhaltet:

  • Vier Klassenzimmer mit den Klassen 1 - 4 (Jahrgangsklassen, es sind bewusste alle vier Jahrgänge in einem Quartier)
  • Ein Büro für die Lehrpersonen
  • Sanitäre Anlagen
  • Einen geschlossenen Gruppenraum
  • Eine gemeinsame Lernlandschaft mit mobilen Möbeln (auf Rädern)
  • Einen kleinen gemeinsamen Aussenbereich

Die Lernquartiere zeichnen sich aus durch eine hohe Transparenz: Glasscheiben trennen die Räume voneinander.

Riesiger Setzkasten

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Der Waldkindergarten befindet sich in einem wunderschönen Waldstück: Kleine Kalkfelsen, verschiedene Bäume, gut begehbares Unterholz laden die Kinder ein, sich zu bewegen und zu spielen. In diesem Häuschen sind einige Materialien deponiert. Die eine Wand dient als "Setzkasten". Kinder stellen dort ihre (vergänglichen) Schätze aus.

Trockenraum

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Er ist ein Muss. Dieser Raum, in dem die Kinder ihre Kleider und Schuhe wieder trocknen können. Denn die Kinder spielen bei jedem Wetter draussen. Nasse Kleidung ist garantiert.

Draussen

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Im (neuen) Naturkindergarten sind die Kinder den grössten Teil des Tages draussen. Ihnen steht ein grosser Aussenplatz zur Verfügung. Ein Platz ist eingezäunt. Rundum befindet sich ein öffentlicher Spielplatz, der von den Kindern ebenso genutzt werden kann.

Der öffentliche Kindergarten ist von 7 - 18 Uhr geöffnet. Wer will, kann vor Ort essen. Der Innenraum des Kindergartens (alles aus Holz) ist klein.

Küchenzeile

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Dieser Aufenthaltsraum ist im offenen Bereich der Schule angesiedelt. Auffällig ist die diversifizierte Möblierung: Die Sitzmöglichkeiten unterscheiden sich.

Die Küchenzeile kann hinter der Falttüre "versteckt" werden.

 

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Partizipation der Schüler:innen

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Neun Schüler:innen haben ihren Schultag verlängert: Sie nehmen gemeinsam mit dem Lehrpersonenteam an einem Schulentwicklungsanlass statt. Die Lehrpersonen haben in den letzten Wochen Themen bearbeitet. Diese Ergebnisse stellen sie den Schüler:innen zuerst in kleinen Gruppen vor. Danach diskutieren die Jugendlichen mit ihren Lehrpersonen, was verbessert resp. angepasst werden muss. Die Originaldokumente werden sofort angepasst, so dass die Schüler:innen sehen, was der aktuelle Stand ist.

 

An diesem Anlass stehen folgende Themen zur Diskussion:

  • Der Lernraum (Möblierung, Nutzungen etc.)
  • Graduierungssystem (Welche Freiheiten haben die Jugendlichen? Wie weit dürfen sie in gewissen Zeitfenstern Verantwortung für ihr Tun übernehmen?)
  • Aufgaben im selbstorganisierten Lernen (Wie sind die Jugendlichen zufrieden damit? Welche Erweiterungsmöglichkeiten gibt es? Wie könnte noch stärker themenzentriert gearbeitet werden?)

Teamarbeitsraum

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Die Lehrpersonen, sie arbeiten in dieser Schule nicht im Klassenzimmer. Alle haben ihren eigenen Arbeitsplatz in einem gemeinsamen Raum.

Schönräumen vs. aufräumen

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Aufräumen ist aufräumen. Es wird alles weggeräumt.

 

Hier lernen die Kinder, schönzuräumen. Das bedeutet, dass sich die Kinder am Ende des Schultages überlegen, woran sie am nächsten Tag beim Ankommen arbeiten wollen. Und dies richten sie schön: So dass sie am nächsten Morgen "angelacht" werden von ihrer eigenen Lerneinladung.

Funktionelle Wände

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Direkt neben den Türen ist ein Wandstück, das einerseits magnetisch ist, anderseits beschreibbar. So können die Zimmer jederzeit mit wichtigen und/oder persönlichen Informationen versehen werden.

Spielplatz

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Ein kleiner Traum, dieser Spielplatz. Die Kinder klettern, balancieren, rutschen, von einem Stelzenhaus zum nächsten.

Mittagstisch

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Die Küche ist so gebaut, dass auch Kinder mitarbeiten können. Als wir kurz hineingeschaut haben, haben sie die Tische geputzt und das Menü auf einer Tafel notiert. So lernen die Kinder, Verantwortung für die gesamte Schule mit zu übernehmen.

 

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Cluster

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Je drei altersgemischte Klassen lernen gemeinsam in einem Cluster. Dieser Cluster beinhaltet - neben drei Klassenzimmern - eine gemeinsame Teeküche, ein Teamzimmer, einen Gruppenraum und eine gemeinsame Lernlandschaft. Alles ist hochtransparent. Die Fensterfronten reichen bis zum Boden. Die Wände sind "Schummelpackungen", denn sie sind aus Regalen und Schränken zusammengesetzt. Alle Zimmer haben einen direkten Ausgang zum Innenhof resp. zur Terrasse.

 

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Steinwald

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Ein spannendes Gebäude: 600 Kinder und Jugendliche gehen hier in altersgemischten Gruppen zur Schule. Ihre Lernhäuser stehen quer zum Hauselement, das alle gemeinsamen Räume enthält. Durch diese drei Lernhäuser hat das Schulhaus zwei Innenhöfe. Der eine ist dieser Steinwald, der andere beinhaltet verschiedene Holzelemente.

Die Schüler:Innen haben auf allen Seiten des Hauses direkten Zugang nach aussen.

 

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Tiny House

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Ein Haus im Haus. Rückzugsorte sind dermassen wichtig.

 

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Feuerstelle

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Jede Klasse hat ein eigenes Beet im Schulgarten. Das Herzstück ist die Feuerstelle.

Schulzimmerwechsel

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Die Klasse bleibt hier nicht während zwei oder drei Jahren im selben Schulzimmer. Sie wandert von Jahr zu Jahr. Die Kinder erleben so ihr Weiterkommen. Die Lehrpersonen bleiben dynamisch, häufen kein überflüssiges Material an.

Pause in Schichten

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Der Pausenplatz ist im Innenhof des Schulgebäudes. Er ist ausgeklügelt, bis ins Detail. Viel Natur, viel Sand, viele Pflanzen. Ich beobachte in der Pause die Kinder - sie verteilen sich ideal.

Der Platz ist zu klein für alle 600 Kinder, die hier zur Schule gehen. So findet die Pause in zwei Schichten statt.

Bilinguale Klasse: Türkisch - Deutsch

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Der Anteil der fremdsprachigen Kinder liegt bei rund 90 Prozent. Viele Kinder sprechen zuhause türkisch. Damit sie diese Sprache korrekt lernen, so dass sie eine gute Grundlage haben, auch deutsch gut lernen zu können, wird eine der drei Parallelklassen bilingual geführt.

Teamgeist

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Der Teamgeist, kurz "Teami", feierte dieses Jahr seinen vierten Geburtstag. Teami ist ein vollwertiges Mitglied dieser Schule. Teami ist sogar auf dem Teamfoto mit dabei. Teami gibt es in gehäkelter Form, gezeichnet, aus Karton.

Teami steht für die gelebten Werte in dieser Schule. Wenn die Werte nicht mehr präsent sind in einer Klasse, dann kommt Teami. Teami bleibt, bis er nicht mehr nötig ist. Dann verschwindet er, z. B. ins Büro des Schulleiters.

Pause - mal anders

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Sie sind begehrt, diese kleinen Schilder. Sie sind die Eintrittskarte in den Werkraum: Und zwar während der Pause. Rund 12 Kinder arbeiten stehend am langen Tisch. Sie schneiden, kleben, sind konzentriert bei der Arbeit. Betreut werden sie von zwei Erzieher:innen.

 

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Jeder Zentimeter

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Wirklich, jeder Zentimeter wird hier genutzt. Die Schule platzt aus allen Nähten. Hier wird wirklich jede Ecke belebt. In diesem eigentlich düsteren, kleinen Innenhof befindet sich der "Lesewald". Ab Ostern ist dieser Aussenraum belebt: Mit Sitzkissen und einer kleinen Holztribüne lädt dieser Raum zum Lesen ein.

Lernen in Bewegung

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"Das ist die gesündeste Art zu lernen. Wenn sich Kinder bewegen."

Rund 45 Fahrminuten von Berlin liegt der Müggelsee. Hier entsteht etwas ganz Spezielles: Die Co-Existenz eines Hotels und einer Schule. Die Berlin Cosmopolitan School hat dort einen Lernort. Momentan lernen v. a. jüngere Kinder dort: Im Wald, am See, auf der Wiese - und in den Räumen eines ehemaligen DDR-Restaurants. Am Wochenende und in den Ferien finden verschiedene Kurse statt, die Kids schlafen dann im Hotel.
Die Kinder dieser zweiten Klasse sprechen deutsch und englisch, viele Kinder haben eine andere Muttersprache, sind zum Teil noch nicht lange in Deutschland. Die Lehrerin arbeitet sorgfältig über Reime, Melodien, über den Körper.

Ich habe gelernt: Das Nomen ist ein Angeber. Denn: Es schreibt sich gross, es fühlt sich so wichtig. Deshalb macht das Nomen auch einen grossen Schritt. So übt die Lehrerin mit den Kindern verschiedene Wortarten. Die Kinder strecken und bücken sich, machen ungleich grosse Schritte.

 

Freitagsbühne

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Der Raum ist voll. Heute ist Freitagsbühne in der GrundacherSchule.

Kinder, Lernbegleitungen und Eltern sind vor Ort.

Kinder vom Kindergarten bis und mit Oberstufe stehen auf oder hinter der Bühne. Alleine, in einer Gruppe. Sie zeigen, was sie gelernt haben. Zwei Jungs moderieren durch den Anlass. Nicht alles läuft so, wie sie es geplant haben. Gekonnt und mit Witz fangen sie diese Situationen auf. Sie schaffen es, Ungeplantes mit Charme in ihre Moderation einzubauen.

Einige Jugendliche sind im Hintergrund zuständig für die Technik: Sie blenden Präsentationen ein, Ton aus, wieder ein.

Alle sind involviert. Das Lampenfieber ist spürbar. Ebenso ist spürbar: Dieser gelebte Stolzkreislauf.

Raumteiler

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Eine Türe - montiert auf Rädern - als Raumteiler. Ist das nicht eine wunderschöne Idee, die selbst umgesetzt werden kann?

Aussenhäuschen

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Die Kids der Oberstufe haben dieses Häuschen selbst geplant und gebaut.

 

Als ich reingehe, sitzt eine Schülerin dort drin und arbeitet. Sie wolle ein bisschen Ruhe haben, deshalb sei sie hier. Es ist kuschelig warm hier drin, die Kids haben den Raum selbst eingerichtet.

 

Die Jugendlichen übernehmen hier Verantwortung.

 

Sie waren im Februar als Volunteers für mehrere Tage am Schlittenhunderennen Femundløpet, haben mit erwachsenen Helfern die Organisatoren unterstützt.

 

Jetzt haben sie ein neues Projekt: Sie wollen eine kleine Hundeschule eröffnen, um dort Agility zu trainieren.

Vorhang zu

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Eine Rückzugsnische - inmitten eines offenen Raumes. Ein einfacher, transparenter Vorhang, der das "Duschkabinengefühl" auslöst.

Wanddurchbruch

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Ehemalige Büroräume, die miteinander verbunden werden? Und zwar nicht durch einen vollständigen Abbau, sondern durch einen Durchgang, der zugleich eine Aussage macht.

Mobil im Werken - DIY

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Do it yourself - zwei ausgediente Büromöbel, die auf Rollen gestellt werden. In der Mitte eine Holzwand, auf der Werkzeug offen versorgt wird.

Freie Projektarbeit im Werken

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Das Werken, das dauert "drei Lektionen": Die Kinder kommen an. Der Raum wirkt einladend, gemütlich. In den ersten zehn Minuten zeichnen sie in ihr eigenes Heft. Die Kinder werden ruhig, sie sitzen alle gemeinsam um einen grossen Werktisch.

 

Nachher überlegen sie, woran sie arbeiten: Sie durften/dürfen ein eigenes Projekt wählen. Sie nähen, hämmern, sägen, schleifen, zeichnen. Für die Lehrperson ist das hoch anspruchsvoll: Sie hat ihre Augen und Ohren überall. Sie ermöglicht, ermutigt, schaut, dass die Kinder ihren eigenen Weg finden, ihre Kreativität leben.

Ein starkes Zeichen

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Die Bezugspersonen rund um ein Kind (Eltern, Lehrpersonen etc.) sitzen gemeinsam mit ihm im Boot. Alle übernehmen Verantwortung, alle leisten ihren Anteil. Wie wertvoll, wenn diese Symbolik visualisiert wird und im Schulhaus überall sichtbar ist.

Standort der Garderobe

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Wo sind die Garderoben? Eine wichtige Frage, wenn es um eine Sanierung oder einen Neubau geht. Sind sie vor den Klassenzimmern? Was, wenn es keine Klassenzimmer mehr gibt? Ist die Garderobe zentral direkt beim Haupteingang - so dass das ganze Schulhaus "Strassenschuhdreckfrei" ist und möglichst viel Fläche fürs Lernen genutzt werden kann? Wie muss sie organisiert sein, damit das Chaos nicht vorprogrammiert ist?

Umnutzung altes Mobiliar

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In dieser Schule ist die Lernlandschaft der ältesten Jugendlichen in der ehemaligen Turnhalle untergebracht. Der ehemalige Geräteraum, der ist nun ein Makerspace. Und die Möbel: Seht selbst. Wie immer: Es braucht Kreativität und Mut, Altes neu zu beleben.

 

Übrigens: Ich liebe es, mit einem Team in der Sporthalle zu arbeiten: Denn nirgends hat es dermassen vielfältig verwendbares Mobiliar und auch genügend Raum...

Meditationsraum

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Ein Meditationsraum - mitten in der Schule. Entspannung, Achtsamkeit, Ruhe.

Dorfplatz

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Das Zentrum der Schule? Der Dorfplatz. Das Bild der Altstadt deckt die ganze Längswand. Wenn man genau schaut, sieht man in einem Fenster eine Orchidee, im anderen eine Teetasse. Der Dorfplatz lädt ein, gemeinsam ins Gespräch zu kommen - oder zusammen einen Tee zu trinken. Er ist das Herzstück der Schule, das Zentrum, der Treffpunkt.

Wunderfitz

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Wie bleiben Kinder neugierig? Wie entdecken sie ihre Leidenschaft, ihr Potenzial? In der Primarschule Waldkirch dürfen Kinder während zwei Lektionen pro Woche ein eigenes Projekt bearbeiten. Die Intelligenzen nach Gardner bilden die Grundlage. Bei der Auswahl eines Projektes werden die Kinder von ihren Lehrpersonen beraten. Sie schauen zusammen mit dem Kind, dass das Projekt eine echte Herausforderung darstellt.

Schule trifft Stadt

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Der Austausch der Schule mit der Öffentlichkeit - er ist enorm wichtig. Hier haben sich die Kinder intensiv auf den Weihnachtsmarkt vorbereitet. Jedes Kind hat ein eigenes Projekt durchgeführt: Vom Geschichtenerfinden (und vorlesen) über die Spielerfindung zum Holz spalten und verkaufen. Fächerverbindendes Lernen mit einer reellen Zielgruppe - das stärkt sie das Gefühl der Selbstwirksamkeit enorm.

Echte Verantwortung

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Die Kinder in der kleinen Parkschule, sie tragen ihr Rucksäckli mit sich. Ihre Lernerfahrungen in der Schule waren bisher nicht optimal. Hier dürfen sie echte Verantwortung übernehmen: Der Erlös der Weihnachtsausstellung wird gemeinsam von allen Kindern gezählt.

Natur- und kindergerechter Aussenraum

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Wie kann der Aussenraum natur- und zeitgleich kindergerecht gestaltet werden? Die Schule in Weinfelden zeigt exemplarisch vor, wie ein einladender Aussenbereich aussehen kann.

Die Wasserpumpe auf dem kleinen Hügel bildet dabei ein zentrales Element. Das Wasser fliesst in einem kleinen "Bach" in den Sand-"Kasten". Auf der Rückseite des Hügels ist mit Steinen ein kleines Amphitheater gebildet worden - es lädt zu kurzen Inputs in der Gruppe ein.

Fokus

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Manchmal, da steht die Zeit still.

 

Zum Beispiel in diesem Moment, als das Kind mit dem selbstgebauten Feldstecher (aus WC-Rollen) in die Ferne schaute. Es schaute und staunte. Und erzählte mir danach, dass es mit diesem Feldstecher alles viel besser sehe.

Lernarchitektur

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Einfach nur imposant, dieser grosse Lernraum. Alle Kinder verfügen über einen eigenen Lernplatz. Über ein Graduierungssystem wird festgelegt, wer sich wie und wohin frei bewegen darf.

Ausdauer

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Es regnete in Strömen. Die Kinder hatten keinen Unterstand. Dieses Mädchen übte sicher eine Stunde lang mit einer Freundin zusammen das vorher erlernte Fadenspiel. Ausdauer, Freude am Lernen, die nötige Zeit.

Marroni

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Selbst Marroni machen - und dies bei Dauerregen im Wald. Pure Selbstwirksamkeit.

Schlitteln

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Schlitteln kann man nicht nur im Winter - das geht auch ohne Schnee. Der Regen hat intensiv nachgeholfen.

Dreckig

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Es ist nur ein guter Waldtag, wenn man beim Heimkommen von oben bis unten dreckig ist. Dies die Meinung dieser Kinder (3./4. Klasse). Sie gehen vier Wochen im Jahr im Wald lernen. Egal wie das Wetter ist.

Werkzeug

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Selbstwirksamkeit - so kann sie aussehen. Auch wenn eine innere Stimme vielleicht laut ruft: Wie gefährlich ist das denn.

Stehtische

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Ein unkonventioneller Stehtisch; er steht den Oberstufenschüler:innen zur Verfügung. Mitten im Raum steht er, rundum sind andere Arbeitsmöglichkeiten vorhanden.

Schulfest

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Heute findet in der Langebjergskolen die alljährliche Ausstellung statt: Die Kinder und Jugendlichen (Kindergarten bis 9. Klasse) zeigen, was sie im letzten Halbjahr erarbeitet haben. Am Freitagnachmittag stellen sich die Kinder die Projekte gegenseitig vor, am Abend sind alle Eltern und die Bevölkerung eingeladen.

Die ältesten Schüler:innen organisieren die Verpflegungsstände und die Konzerte. Sie haben selbst Möbel fabriziert, selbst erarbeitet, was sie an den Ständen anbieten - von Drinks zu kleiner Verpflegung.

Die Schülerin auf diesem Bild transportiert ein mit der Lerngruppe gespraytes Holz, das anschliessend bei einem Stand montiert wird. Alle Kinder und Jugendlichen übernehmen in dieser Schule viel Verantwortung - für sich und für die Gemeinschaft.

 

Kleiner Filmclip mit der Schulleiterin.

Schulvision

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"The school no children want to go home from."

 

So die Vision dieser Schule. Und ja: Nach diesem Besuchstag in der Langebjergskolen glaube ich, dass die Schule dieser Vision schon heute sehr nah kommt.

 

Die Kinder und Jugendlichen lernen in fächerverbindenden Projekten. Hier noch weitere Infos zur Schule (kurzer Filmclip mit der Schulleiterin).

Partizipation

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Dieses kleine Landstück zwischen zwei Schulteilen lag bis vor kurzem brach. Eine Klasse hat mit ihrem Lehrer zusammen entschieden: Das muss sich ändern. Die Klasse hat geplant, gerechnet, diskutiert - und dann umgesetzt.

Heute wirkt dieses Land einladend: Eine Bühne, ein grosses Hochbeet, verschiedene Sitzgelegenheiten zeichnen es aus.

Zusammenarbeit im Team

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Pro Jahr lernen die Kinder von klein auf in fünf Projekten. Jedes dauert ca. 10 Wochen. Ein Projekt läuft immer über das FIRE-Modell ab. Was der Schule sehr wichtig ist: Die Projekte sind nicht Selbstzweck, sondern adressieren sich immer an eine bestimmte Zielgruppe. Dabei wird die Umgebung der Schule stark einbezogen: Vereine, Interessensgemeinschaften, Eltern etc.

An dieser Wand werden neue Erkenntnisse der Lerngruppe sichtbar gemacht.

  • F - Verstehen der Hintergründe (ca. 5-6 Wochen)
  • I - Ideen generieren (ca. 2d)
  • R - Realisierung (variabel): Umsetzung des Projekts
  • E - Evaluation

Die Zusammenarbeit, die ist hier enorm wichtig. Jeweils fünf Lehrpersonen sind gemeinsam für ca. 60 Kinder zuständig. Die Kinder starten in altersgemischten Lerngruppen in den Tag; mit Singen, Geschichten etc. Danach folgt die Arbeit am Projekt: Dafür werden die Kinder neu gemischt (jeweils für 10 Wochen).

Die Lehrpersonen haben pro Woche fünf Stunden für die Zusammenarbeit fix reserviert. Am Montagmorgen, von 8 - 10, übernehmen die Eltern die Betreuung der Kinder, so dass die Lehrpersonen gemeinsam arbeiten können.

Projekte immer mit Zielpublikum

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Die Kinder haben einen kleinen Markt organisiert, an dem sie ihre Erzeugnisse verkauft haben. Projekte haben immer ein konkretes Zielpublikum. So erleben die Kinder echte Wirksamkeit.

Up-Cycling

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Hier ist nichts neu. Die Möbel sind gebraucht, die Computer Secondhand. Die Wände sind atmungsaktiv, aus natürlichen Materialien.

Sustainability - die wird hier bewusst gelebt.

Vorlesen am Mittag

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Die Kinder essen hier gemeinsam in der Lernfamilie z'Mittag. Die Lehrerin liest den jüngeren Kindern dabei vor. Ich wage mich kaum zu bewegen - die Kinder hängen der Lehrerin gebannt an den Lippen.

Häuschen

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Wo immer es Platz hat, da stehen sie auf den Pausenplätzen: Diese kleinen Häuschen. Die Kids spielen darin, sie lernen, sie tauschen sich aus.

 

Kurzes Statement der Schulleiterin.

Nischen

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Das Gebäude ist - von aussen - ein typisches Stadtschulhaus. Kaumt kommt man rein, sind die Sinne irritiert. Ich erwartete Steintreppen, breite, alte Flure. Stattdessen sehe ich viele Holzkonstruktionen, die Schall schlucken. Immer wieder sind sie eingebaut: Die Arbeitsnischen für die Kinder.

 

Motivation

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Das wichtigste Ziel ist, dass die Jugendlichen (16-25) Motivation entwickeln. Rund 40'000 Jugendliche finden nach der 9. Klasse keine Anschlusslösung. Deshalb wurde vor wenigen Jahren FGU (forberedende Grunduddannelse, "vorbereitende Grundausbildung") ins Leben gerufen. Diese Schulen dürfen von Jugendlichen während maximal 2 Jahren besucht werden. In Ringsted führen die Jugendlichen eine kleine Fischzucht, sie können mit Holz und Metall arbeiten - oder eine Coiffeuse führt sie in die Haarkünste ein.

Verantwortung

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Das Wunderland, das wird von der siebten Klasse "betrieben". Es ist ein Haus auf dem Schulareal, in dem Räume zu unterschiedlichen Tätigkeiten einladen: Der Makerspace, das Denkzimmer, das "Chill"-Zimmer, etc. Die 7. Klasse verantwortet diese Räume.

 

Seht selbst: Kurzfilm

Roter Salon

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Im roten Salon treffen sich Lehrpersonen, Eltern, Schüler:innen und Personen aus der Umgebung, die in einem partizipativen Prozess zusammen die Schule weiterentwickeln wollen. Ich kann nur erahnen, welchen Impact dies auf die Schule hat.

 

"Der „Rote Salon“ ist eine andere Art der Schulentwicklung. Während Schulentwicklung in vielen Schulen häufig von der Schulleitung und einem Team oder einer Steuergruppe betrieben wird, beteiligen sich an der Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe Vertreterinnen und Vertreter aus allen Gremien (Schüler, Eltern, Lehrer) und Menschen aus dem Quartier daran. In gemeinsamen Arbeits- und Aushandlungsprozessen entwickeln die BesucherInnen des „Roten Salons“ Lösungen für komplexe Fragestellungen aus der Schulgemeinschaft. Durch die Beteiligung der unterschiedlichen InteressensvertreterInnen werden dadurch nicht nur alle Perspektiven/Standpunkte berücksichtigt, sondern auch gemeinsam, innovative Ergebnisse erzielt, die abschließend in der Regel merheitsfähig sind." Quelle: siehe hier

Kino

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Kino.

 

Kino stand auf dem Plan, den ich von der Schule für meinen Besuch erhalten habe. Mein Kopfkino lief. Was Kino wohl meint, Kino in/mit einer 2. Klasse?

 

In der Max-Brauer-Schule lernen die Kinder von klein auf sehr selbständig und selbstorganisiert. Sie arbeiten im eigenen Tempo. Kino, das bedeutet hier: Frontalunterricht. Im Kino können die Kinder einer Halbklasse einfach nur konsumieren. Zuhören. Sich gemütlich hinsetzen. Schauen. Im Kino werden neue Techniken oder Werkzeuge vorgestellt. Das Kino findet ca. 2 mal pro Woche statt. Ist das nicht wunderschön, wenn Kinder sich aufs Kino freuen können?

Kleine Räume

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Die Räume hier sind klein, ich schätze, um die 55m2. Bei frontaler Bestuhlung wären die Räume zugestellt.

Die Tische stehen hier an den Wänden oder als Tischgruppen. Jeweils ca. 4 Kinder arbeiten in einer solchen Einheit. Jede Tischgruppe hat einen Namen. Diese Klasse hat den Namen "Eichhörnli", hier lernen "Geparden" und "Elefanten" miteinander.

Duzen oder siezen?

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Bis zur 4. Klasse duzen die Kinder ihre Lehrpersonen, erst danach wird aufs Siezen gewechselt.

Selbständiges Lernen

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Die Kinder dieser grossen Schule (über 1'600 SuS) lernen hier in Jahrgangsgruppen äusserst selbständig, in ihrem Tempo. Die Strukturen erlernen sie vom ersten Schultag an. Ein Bestandteil im Lernbüro ist das Gespräch mit der Lehrerin. Die Kinder erhalten bis zur 8. Klasse keine Noten.

 

Die Lehrpersonen arbeiten stark zusammen. Stefan sagt: "Das Material, das ich verwende, ist mindestens zu 80 % nicht von mir, sondern von meinen Kolleginnen und Kollegen." Die Schule wird 5-zügig geführt (5 Parallelklassen), jede Klasse hat zwei Klassenlehrpersonen (wovon eine zusätzlich die heilpädagogische Unterstützung übernimmt). Die Arbeit unter den Lehrpersonen im Jahrgang - wie auch in der Fachschaft - ist elementar wichtig. Es ist eine grosse Kunst und zeugt von einer starken Kultur: Hier werden die Materialien nicht nur geteilt, sondern v. a. auch voneinander angenommen - ohne sie weiter anzupassen.

100 Kinder

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100 Kinder der Stufen 0 - 4 (Vorschule bis vierte Klasse) lernen gemeinsam in einem grossen Raum. Die Kinder sind in vier Lerngruppen unterteilt, die ihre "Heimat" sind.

Es ist ruhig, konzentriert. Die Kinder verteilen sich von selbst. Der Raum lädt dazu ein, denn er ist sehr divers gestaltet: Überall finden sich kleine Nischen, kleine Tische, einladende Materialien.

 

100 Kinder. Im selben Raum.

Lernwabe

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Einladend, gemütlich, vielfältig.

 

Lernwaben dämpfen durch ihre Form automatisch die Akustik. Sie geben Sicherheit, sie wirken beruhigend.

Hoher Raum und gleichzeitig wenig Platz?

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Was, wenn der Raum klein, aber hoch, ist? In diesem Kindergarten wurde in die Höhe gebaut. Unterhalb der Empore ist der Sitzkreis: Geborgen, wie in einer Höhle.

Outside the box = inside the box

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Rückzugsorte fehlen in den meisten Lernräumen. Es lohnt sich, outside the box zu denken. Wie hier auf diesem Bild: Ein Schrankmöbel wird zur Höhle für die Jüngsten.

Multifunktionell

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Was, wenn ein Möbelstück gleichzeitig

  • Raumteiler
  • Schrank
  • Rückzugsort für Kinder

ist?

 

Platznot?

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Was wäre, wenn die Kinder im Werken selbst einen Klapptisch erstellen würden?

Rückzugsraum

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Was wäre, wenn aus dem Schrank ein gemütlicher Sitzplatz erstellt werden würde?

 

Den Schrank leeren, die Türe und die Tablare weg - und schon entsteht ein gemütlicher Leseraum.

Treppe zur Bibliothek

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Logischer geht eine Treppenbeschriftung kaum noch... Ein echter Hingucker.

Verbindung innen-aussen

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"Echtes Grün", das von den Lernenden gesehen wird, steigert die Leistung der Kinder und Jugendlichen.

Hier in dieser Schule ist "grün" allgegenwärtig. Jedes Zimmer führt direkt auf den Aussenbereich. An der Wand stehen konsequent Bänke.

Verdichtetes Bauen

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Die Schule steht auf einer äusserst schmalen und kleinen Landfläche - dafür ist sie siebenstöckig. Alle Aussenbereiche sind auf den Dachstockwerken angesiedelt (resp. in der Verbindungsebene mit dem Gymnasium).

 

Die Aufnahme machte ich wahrscheinlich aus dem 3. Stock.

Dachterrasse

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Dieses Gymnasium wurde in einem neuen Stadtviertel gebaut: Verdichtetes Bauen ist hier die Devise. Umschwung auf Erdgeschoss-Ebene gibt es keinen. Dafür eine gemütliche und begrünte Dachterrasse.

Offener Bereich statt Klassenzimmer

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Im Gymnasium stehen nur wenige (kleine) Inputräume zur Verfügung. Die gesamte Anlage ist äusserst offen konzipiert. Damit das feuerschutztechnisch in dieser Grösse funktioniert, wurde eine Sprenkleranlage eingebaut.

Spieldorf

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Der Aussenbereich direkt in der Schulanlage ist klein: Im Zentrum ist der Sandkasten platziert. Rundum sind verschiedene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, auf denen sich die Kinder gut verteilen.

Lernstern statt Lernwabe

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Aussenbereich

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Der divers gestaltete Aussenbereich beinhaltet auch verschiedene Gruppenarbeitsplätze: Diese haben oftmals ein Dach, so dass auch im Hochsommer oder bei leichtem Regen der Aussenraum genutzt werden kann.

Versteckte Schaukel

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Die Schaukel ist (im Sommer) versteckt: Hinter hohen Büschen spielen Kinder. Der Pausenraum ist hochgradig divers angelegt: Ballspiele sind auf dem Hartplatz angesiedelt, dieser befindet sich ganz am Rand der Anlage. Ganz wenige Flächen sind versiegelt; die Natur ist dominant.

Wasserkanal

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Der eigene (und selbst erstellte) Wasserkanal zieht sich durch das Schulgelände. Gespiesen wird er durch Regenwasser, das von einem Dach in den Kanal geleitet wird.

Check-In

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Ein fixer Bestandteil der Coaches in den Agora-Schulen ist, dass sie sich täglich für ein Check-In treffen, bevor die Jugendlichen eintreffen. Dasselbe am Nachmittag: Sobald die Jugendlichen nach Hause gehen, treffen sich die Erwachsenen wieder.

 

Arbeit nehmen die Coaches kaum nach Hause, sie müssen weder korrigieren noch vorbereiten.

Reduce to the max

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Wenn der Stundenplan kein Stundenplan mehr ist.

Wenn es keine Fächer mehr gibt.

Wenn es keine Lektionen mehr gibt.

 

Dann kann der Tagesablauf so aussehen.

Putzraum

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Dieser Raum war früher wahrscheinlich eine fensterlose, kleine Kammer für Reinigungsmaterialien. Nun ist er ein Lernraum. Mädchen der Agora-Schule haben ihn belebt und ihre persönlichen Lernplätze eingerichtet.

Freie Schulwahl

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In den Niederlanden ist freie Schulwahl. Die Eltern entscheiden, auf welche Schule ihr Kind geht. Die Schulen erhalten einen fixen Beitrag pro Kind. Der Beitrag variiert nach Alter der Kinder. Wie die Schule das Geld verwendet, das liegt an ihr. Sie kann grosse Klassen führen und dafür an einem Ort mehr Geld ausgeben - oder umgekehrt.

Dieses Bild zeigt ein Schulhaus, in dem zwei Primarschulen untergebracht sind. Die Eltern entscheiden sich für die eine oder die andere Schule. Im operativen Alltag haben die beiden Schulen kaum Berührungspunkte. Ich stehe bei der Aufnahme des Bildes in der einen Schule, bei der Galerie ist die andere Schule beheimatet.

 

Die Kinder werden mit vier Jahren eingeschult. Die Gemeinde stellt (kostenlose) KITA-Plätze für die Jüngeren zur Verfügung.

Lernraum

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Das ist eines derjenigen Bilder, die - ohne Erklärung - kaum mit Schule in Verbindung gebracht werden. Und ja, es ist "einfach" ein Lernzimmer, das von den Jugendlichen dieser Agora-Schule genutzt werden kann.

Challenge

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Die Jugendlichen in den Agora-Schulen stellen sich ihre Challenges selbst. Sie entscheiden, wie lange sie dauern und was sie beinhalten. Die Planung erfolgt nach einem klaren Muster: Wieso entscheiden sich die Jugendlichen für diese Aufgabe? Wie gehen sie vor? Was wollen sie dabei lernen?

Elternarbeit

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Die Elternarbeit ist ein wichtiger Pfeiler in den Agora-Schulen. 4-5 mal pro Jahr findet ein "Community-Treffen" statt. Die Coaches, die Eltern und die Jugendlichen sind mit dabei. Dieser Jugendliche ist an den Vorbereitungsarbeiten. An diesen Treffen werden zum Teil Themen von der Schule eingebracht, oft aber werden sie vor Ort definiert.

Pausenraum

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Ich komme mir vor wie in einem Café irgendwo in Paris. Kaum etwas sieht hier wie Schule aus oder riecht so. Es fehlen eigentlich nur noch die duftenden Croissants...

Kletterwand

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Diese Kletterwand steht im Herzen der Agora-Schule in Roermond.

 

Wer selbst klettert, weiss: Praktisch ist dies nicht. Hier geht es primär um die Symbolik. Sich aus der Komfortzone zu bewegen, Neues entdecken, dem Gegenüber vertrauen, Perspektivenwechsel.

Inspirationen

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Die Jugendlichen in den Agora-Schulen lernen selbständig: Nicht in Fächern, sondern über eigene Fragestellungen. Damit sich diese Fragen erweitern und die Jugendlichen Neues entdecken, bietet die Lerngemeinschaft - zu der auch die Eltern gehört - immer wieder Inspirationssessions an.

Wings Agora

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Auch so kann Schule aussehen.

 

Beinahe 8'000 m2 Lernlandschaft, inklusive einer Kletterwand im Zentrums des "Marktplatzes".

Arbeitsplatz

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Was brauchst du, um gut lernen zu können? Wie soll dein Arbeitsplatz aussehen?

 

Die Kids thematisieren diese Frage immer wieder: Und werden aufgefordert, ihren Arbeitsplatz aktiv zu gestalten.

 

(Ja, das ist ein Schulbild. Es zeigt den Arbeitsplatz eines Mädchens im schulischen Lernraum.)

Leer

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Die Smartphone-Box ist leer. Hier wird immer wieder von Neuem ausgehandelt, ob das Smartphone für das Lernen eingesetzt werden kann. Momentan ist klar: Es darf benutzt werden. Um Musik zu hören, zu chatten oder recherchieren, um zu telefonieren.

Tanzen

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Tanzen. Diese fünf Kids tanzen gemeinsam. Sie powern sich aus, sie haben Spass, sie lernen eine Choreografie. Sie müssen nicht fragen, ob sie das dürfen. Sie dürfen.

Chinesisch

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Dieser Junge lernt chinesisch. Er will Architekt werden. Er hat ein Ziel, er weiss, was er will. Er wird nicht vertröstet auf "später". Heute darf er lernen, was er als wichtig empfindet. Morgen auch.

 

Er lernt in der Agora-Schule. Die Kids wählen sich ihre Aufgaben selbst aus: Sie lernen, Fragen zu stellen, und diese zu beantworten.

Eine schöne Schule

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Diese Schule ist einfach schön. Innen. Aussen. Pädagogisch. Ein stimmiges Kunstwerk. So sollten alle Kinder lernen dürfen. Selbstbestimmt, in einer Gemeinschaft aufgehoben, ermutigt.

Lebe deinen Traum

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... oder deinen Freiraum?

 

Ich stand viele Minuten vor diesem Schulhaus - es war früher mal ein Krankenhaus - und las. Und realisierte im Verlaufe meines Besuchs immer mehr: Das sind keine leeren Worte.

Makerspace

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Hier ist der Makerspace ein kleines Paradies. Die Kids schrauben, löten, coden, sägen, bohren, hämmern. Sie reparieren, sie erfinden, sie tüfteln, sie testen, sie passen an. Sie vergessen die Zeit, sie tauchen ein in ihre Arbeit.

 

Welch Aussenraum

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Dieser Aussenraum ist ein kleines Paradies. Er lädt ein. Die Kinder und Jugendlichen scheinen ihn zu lieben. Sie turnen, rennen, springen, lesen, balancieren, klettern, verstecken sich, spielen Fussball - und kommen sich kaum in die Quere. So soll es sein.

 

Ja, das ist eine Schule

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Was, wenn die Schule nicht mehr wie eine Schule funktioniert, riecht und aussieht? Wenn die typischen Erkennungsmerkmale fehlen?

 

Worum geht es in der Schule? Was ist das Ziel? Wie kommen wir weg vom klassischen "So hat Schule zu sein"-Denken? Wie können wir Schulen schaffen, die einladend wirken und anregen, etwas Neues zu entdecken?

 

Die Räume in der Privatschule Pura Vida sind schlicht und einfach anders als gewohnt. Es stehen Accessoires im Raum. Im oberen Stock ist eine grosse Fläche, rundum sind kleine Zimmer. Jedes Zimmer steht für ein Thema: Der Prosaraum ist neben dem Tannenzimmer, der Makerspace gegenüber des Aufnahmestudios.

 

Sitznische

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Was, wenn beim Bau darauf geachtet wird, verschiedene Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen? Wie diese Sitznische, die in der Wand "eingelassen" wird?

 

Was, wenn das übliche Raumprogramm einer Schule angepasst wird auf neue Anforderungen und Möglichkeiten?

Industrielift

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Was, wenn der Industrielift zu einem schon beinahe magischen Ort wird? Wenn der "Elevator Pitch" das angemessene Ambiente erhält?

Garderobe

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Was, wenn die Garderobe zum Erlebnisraum wird?

Handygarage

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Was, wenn sogar die Smartphonegarage aussieht wie ein Kunstwerk?

 

Selbstverständlich wird in der Privatschule Pura Vida mit digitalen Medien gearbeitet. Die eigenen Smartphones (und -watches), die werden aber deponiert. Das Ablenkungspotential wird als zu gross eingeschätzt.

 

 

Hygieneartikel

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Was, wenn auf der Toilette der Mädchen Hygieneartikel zur Verfügung stehen?

 

Wahrscheinlich erlebt jedes Mädchen einmal in der Schulzeit diesen unangenehmen Moment: Die Periode beginnt, völlig unerwartet. Wie erleichternd, wenn dann auf dem WC diskret und aufaufgefordert "Hilfe" geleistet wird... Müsste das nicht ein "obligatorischer Service" sein in allen Schulen?

Der grosse Raum

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Was, wenn eine Schule nicht mehr wie eine Schule aussieht? Wenn die Schule frei von klassischen Möbeln oder Klassenzimmer, frei von Klassen und Lektionen ist?

 

Die Imagination Lab School zeigt alleine über den Raum auf, wie Schule auch sein kann. Dieser Raum war vor Kurzem noch eine Bibliothek. Nun ist er zu einer grossen, vielfältigen Lernlandschaft geworden.

 

Wichtiges Nebengeräusch: Der Druck im Silicon Valley ist riesig. Diese Schule legt grossen Wert auf die FutureSkills: Kooperation, Kommunikation, kritisches Denken und Kreativität.

 

 

Eintrudelzeit

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Was, wenn die Kinder am Morgen in der Schule eintrudeln dürfen? Und wenn die erste Zeittranche am Morgen dafür reserviert ist, dass die Kinder selbst wählen dürfen, was sie machen wollen?

 

Die Lerngruppe "Fidibus" lebt dies: Am Vorabend legen sich die Kinder ihre Arbeit für den nächsten Morgen bereits zurecht. Bei meinen Besuchen staunte ich immer wieder. Es ist in dieser Zeit so ruhig im Lernraum. Die Kinder setzen sich mit verschiedenen Aufgaben auseinander. Ein Junge rechnet, zwei Mädchen lesen gemeinsam, eine kleine Gruppe baut am Boden etwas, andere spielen. Die Zeit wird bewusst nicht dafür verwendet, dass die Kinder etwas korrigieren oder fertig machen. Es ist die Zeit der Kinder.

 

Was wäre, wenn dies alle Kinder - auch in der Sekundarstufe - so erleben dürften?

Lehrplan

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Die norwegischen Steiner-Schulen haben ihren Lehrplan in einem gedruckten und gebundenen Buch abgebildet. Es ist einfach angenehm, das Buch in die Hand zu nehmen. Das Buch ist äusserst sorgfältig gestaltet. Es wirkt einladend, motivierend.

 

Der Deutschschweizer Lehrplan 21 umfasst 2'300 Kompetenzstufen. Durch die Kompetenzorientierung gibt er viele Freiheiten. Allerdings: Er wirkt erschlagend und unübersichtlich.

 

Was, wenn der Lehrplan in übersichtlicher Form und schön gestaltet für die einzelnen Zyklen aufbereitet werden würde? Wenn er so aussehen würde, dass man ihn einfach gerne dabei hat?

 

Bewegung

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"Ein typisches Bild in Norwegen sind aufgereihte Langlauf-Ski vor den Kindergärten, weil sie so gebaut sind, dass die Kinder im Areal ihre Runden drehen können. Es geht nicht um Training, sondern schlicht um Bewegung und Spass."

Sportprofessorin Silvana Bucher Sandbakk, Quelle: Tagi

 

Rund um Lillehammer sind viele Schulen direkt ans Loipennetz angeschlossen. Das Pausenareal ist meistens gross. Auch in der jetzigen Ferienzeit sind die Pausenhöfe beliebte Orte: Für die Ferienbetreuung, für Familien. Die Kinder bauen Burgen, sie bauen Schanzen, sie schliddern übers Eis, sie flitzen mit ihren Skis übers Areal.

 

Was, wenn die Umgebung der Schule noch viel stärker berücksichtigt werden würde?

 

4T-Modell

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Was, wenn der Schultag aus vier Elementen bestehen würde, nämlich Team, Training, Thema und Talent?

 

Zwei Mittelstufenklassen in Neftenbach leben dies. Lest selbst nach, was sich hinter diesem Modell verbirgt: 4T-Modell

Viel Lernraum, wenig Verkehrsfläche

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Was, wenn bei einem Neubau darauf geachtet wird, dass er möglichst wenig Verkehrsfläche ausweist, sondern viel Arbeitsfläche? Die "Gänge" in diesem Schulhaus "gehören" dem Stockwerk, sie sind öffentlich. Anstatt in einem Klassenzimmer zu arbeiten, können sie das ganze Stockwerk nutzen.

Ruheort

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Was, wenn sich die Lehrpersonen ein kleines, gemütliches Ruhezimmer gestalten? Ein Raum, der einlädt, nichts zu tun, ausser tief durchzuatmen?

Alters- und/oder Niveaudurchmischung

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Was wäre, wenn die Jugendlichen der Sek I gemeinsam lernen könnten anstatt nach schulischen Leistungen getrennt zu werden? Die Mosaikschulen gehen davon aus, dass Vielfalt bereichernd ist. Einige Schulen gehen so weit, dass die Jugendlichen selbst über das Lerntempo bestimmen dürfen. Sie bestimmen den Zeitpunkt einer Leistungsüberprüfung selbst.

 

Die Sekundarschule Wädenswil lebt das Konzept der Mosaikschulen bereits seit vielen Jahren. Die Jugendlichen lernen, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Die Jugendlichen sind z. B. auch involviert in den Anstellungsprozess der neuen Lernbegleitungen.

 

Infos Mosaikschulen

Grossklasse

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Was, wenn aus zwei Klassen eine gemacht wird? In Neerach arbeiten die Parallelklassenlehrpersonen sehr eng zusammen: Räumlich wie auch fachlich. Die Stundenpläne sind fast identisch, so dass die Lehrpersonen jeglichen Spielraum zur Zusammenarbeit haben.

Teamzimmer

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Was, wenn das Teamzimmer einladend wirkt? Und man einfach gerne dort hingeht? Was, wenn das Teamzimmer nicht mehr "Lehrerzimmer" heisst (denn einerseits sind 80 Prozent der Lehrpersonen Frauen, anderseits arbeiten auch Sozialarbeiter:innen, Logopäd:innen etc. an der Schule)?

Grossflächig

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Kleinen Kindern stehen sie oft zur Verfügung: Grosse Malflächen. In der Schule sind sie - meistens aus Platzmangel - eher rar. Was wäre, wenn auch Schulkinder die Möglichkeit hätten, grossflächig zu gestalten? Die Schule Birmenstorf hat das "Farberiich" eingerichtet. Der Raum animiert dazu, einen Pinsel in die Hand zu nehmen und loszulegen.

Neubau Partizipation

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Was, wenn bei einem Neubau die Lehrpersonen und sogar die Schüler:innen mitdenken dürfen?

Oft wird ein Wettbewerb auf der Basis des bestehenden Richtraumprogramms ausgeschrieben - damit wird die alte Pädagogik reproduziert: Klassenzimmer, Gänge etc. Eine Öffnung des Lernraums z. B. durch einen Clusterbau hat dann wenig Chancen.

Leider wird die pädagogische Seite oft zu spät oder gar nicht involviert in die Planungsarbeiten. Die Vorarbeiten seitens Lehrpersonenteam - um für den Wettbewerb sinnvolle Informationen zu liefern - dauern gerne ein Jahr.

 

(Ja: Wenn Kinder involviert werden, sind sie wahrscheinlich bei Betriebnahme des Schulhauses nicht mehr in dieser Schule. Dennoch: Ihre Ideen sind einfach wertvoll - denn sie sind die Expert:innen für die Schule. In Sommeri durften auch die Kinder ihre Ideen sichtbar machen, diese Ideen werden weitergeleitet an die Architektenteams.)

Graduierungssystem

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Einige Jugendliche können sich sehr gut organisieren und übernehmen Verantwortung für sich und die Gemeinschaft. Andere tun sich schwerer damit.

Schulen, die stark auf selbstorganisiertes Lernen setzen, arbeiten deshalb oft mit einem "Graduierungssystem". Dieses basiert auf den überfachlichen (explizit nicht auf den fachlichen) Kompetenzen. Je nach Status können die Jugendlichen z. B. ihren Arbeitsort selbständig wählen.

Sitzkissen

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Ein Detail. Ein wichtiges Detail. Was wäre, wenn jedes Kind ein Sitzkissen hätte - das durch das Kind selbst gestaltet werden kann? Ein Sitzkissen, welches das Kind durch die Schulzeit begleitet?

Lernwabe

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Was wäre, wenn die Kinder einen Rückzugsort hätten, der Einzel- und Zusammenarbeit ermöglicht? Der bequem und geschützt ist? Die Lernwabe ist einfach eine coole Erfindung...

Thementag

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Was, wenn alle Kinder der Schule am gleichen Tag "Thementag" hätten? Oder zumindest einige Klassen? Das kleine Team in Niederwil plant dies ab dem neuen Schuljahr. Immer am Mittwoch findet der Thementag statt. Das erlaubt ein altersgemischtes Arbeiten und das längere Dranbleiben an einem Thema.

Wunderfitz

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Was, wenn die Kinder selbst in einem partizipativen Prozess wählen dürfen, was sie (in Gruppen) lernen möchten? In der Primarschule Bronschhofen (Wil) stehen den Kindern der 1. und 2. Klasse immer wieder Zeitgefässe dafür zur Verfügung. Die grosse Herausforderung ist für die Kinder die Themenfindung, für die Lehrpersonen das Loslassen.

Es liegt an uns

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Was wäre, wenn wir alle nicht darauf warten würden, dass "die Oben" etwas bewegen? Sondern dass wir unseren Spielraum nutzen, ganz bewusst? Der Lehrplan 21 lässt uns viel Spielraum, auch wenn er vollgepackt ist. In den Volksschulgesetzen steht vieles nicht - und da liegt auch viel Raum.

Raum schaffen

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Was wäre, wenn eine Schule Platz schaffen würde, indem sie die Anzahl der Klassenzimmer reduziert? Was, wenn zwei Klassen im Wechsel dasselbe Zimmer belegen würden? Das Schulhaus Hellwies geht diesen Weg: 50 % der Klassenzimmer werden eingespart, das ergibt eine neue, öffentliche Fläche von 900m2. Diese Fläche ist offen und bewusst nicht mit Schulmöbeln eingerichtet.

Bauen

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Was wäre, wenn den Kindern in der Pause Holzrugeli und Bretter zur Verfügung stehen würden? Im Kindergarten Birmenstorf ist das Normalität. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Vor Ort wirken

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Was, wenn die Kinder direkt in die Umgebungsplanung einbezogen werden? Wenn sie selbst herausfinden, welche Schwachstellen die Umgebung der Schule hat? Und wenn sie Vorschläge machen, wie die Situation verbessert werden könnte?

Mobiles Mobiliar

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Was, wenn das Mobiliar hoch mobil ist, von der Wandtafel bis zur Smartboard, von der Pflanze bis zum Gestell? Der - sehr offene - Raum in dieser Schule kann je nach Situation und Bedürfnissen einfach umstrukturiert werden.

Treffpunkt

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Was wäre, wenn die Bibliothek (resp. Mediothek) das Herz der Schule bilden würde? Der Ort, an dem die Schüler:innen ihre Aufgaben lösen, sich in der Makerspace-Ecke inspirieren lassen oder einfach "nur" sind.

Green Screen

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Was, wenn der Green Screen öffentlich (und jederzeit) zugänglich wäre? In Dubai ist die grüne Wand stetig vorhanden - im öffentlichen Raum der Schule. Da muss nichts mehr geholt, aufgehängt und eingerichtet werden.

Arbeitsplätze

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Oft sind die Arbeitsplätze der Schüler:innen "persönlich"; aber dennoch sehen alle ähnlich aus ("clean desk"). Was, wenn die Kinder ihren Platz persönlich einrichten dürfen?

Dialogisches Lernen

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Was wäre, wenn Kinder im Dialog mit- und voneinander lernen würden? Wenn sie von klein auf lernen, ihr Lernen zu reflektieren, zu verbalisieren?

 

Infos zum dialogischen Lernen: Webseite

Mitwirkung mit Wirkung

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Was, wenn die Kinder den Auftrag haben, den Schulhausgang neu zu gestalten? Die Schule Neu St. Johann arbeitet mit dem Churer Modell. Die Kinder lernen, ihren Lernplatz selbst auszuwählen. Im Rahmen dieses Projektes durften die Kinder Modelle erstellen, wie sie den Flur gestalten würden. Diese wurden dann - soweit realistisch und sinnvoll - umgesetzt.

Hoher Raum

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Was, wenn eine Schule in einer ehemaligen Kirche sein würde? Was tun mit den hohen Räumen?

Die Neuen Stadtschulen sind nur schon aus innenarchitektonischer Sicht einen Besuch wert. Mit viel Sorgfalt wurde die Kirche zu einer Lernlandschaft umfunktioniert. Die erhöhten Räume stehen für Inputphasen zur Verfügung, im unteren Bereich sind die persönlichen Arbeitsplätze der Jugendlichen und der Lernbegleiter:innen.

Draussenschule

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Was, wenn jedes Kind das Anrecht darauf hätte, einen halben Tag pro Woche draussen zu lernen? In Zeihen ist dies Realität. Eine Naturpädagogik begleitet dabei die Klassen. Die Draussenschule ist im Wald, im Dorf, in der Umgebung. Dort, wo gelernt werden kann.

Partizipation

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Was, wenn die Kinder hochgradig partizipieren dürfen in Angelegenheiten, die sie betreffen? Wenn sie Ideen, Anregungen und Wünsche einbringen dürfen?

Einfach Holz

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Was, wenn die Sitzgelegenheiten für Kinder einfache Holzrugel wären anstatt teure Stühle? Wenn der lokale Förster sie organisieren würde?

Schulleitungsbüro

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Was, wenn das Schulleitungsbüro zum Co-Workingspace für Schüler:innen wird?

Garagentor

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Was, wenn ein Garagentor verschiedene Räume miteinander verbindet resp. trennt?

Mitgestaltung

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Was, wenn die Kinder mitdenken dürfen, wenn es um ihren Lernraum geht? Wenn sie sich Gedanken machen, was sie im Schulhaus und im Aussenbereich brauchen? Was, wenn diese Ideen den Weg zum Architekturteam finden?

Draussen

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Was, wenn das Lernen ausschliesslich draussen stattfindet? Wie hier in Meggen, an einem wunderschönen Platz hoch über dem Vierwaldstättersee?

Mut

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Was, wenn Kinder im Kindergarten bereits Hammer, Säge, Nägel, Akkubohrer in die Hand nehmen? In diesem Kindergarten haben die Kinder ihren Traumkindergarten selbst entworfen und gebaut.

Mut und Naivität - dazwischen liegt eine klare, fast unsichtbare, Grenze. Wir brauchen wieder mehr Mut, in der Gesellschaft und somit in der Schule.

Glaubenssätze

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Was finden Kinder gut, was die Erwachsenen? Oft klaffen diese Ansprüche auseinander und es lohnt sich, genau hinzuschauen.

In der Laborschule bauen Kinder draussen selbst Hütten. Was aus Erwachsenensicht vielleicht unanmächelig wirkt, kann aus Kindersicht das Paradies darstellen. Unstrukturierter Raum - davon bräuchten wir viel mehr.

Einladungen

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Was, wenn der Lernraum aktive Einladungen "ausspricht"? Was, wenn bei den jüngsten Kindern im Klassenzimmer bereits eine Nähmaschine steht, die sie bedienen dürfen?

Welt öffnen

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Was, wenn den Kindern beim Lernen die Welt eröffnet wird? Wenn die Mathewelt der ersten Klasse nicht nur bis zur Zahl 20 geht - sondern noch viel weiter? In der Lernlandschaft "Fidibus" stehen den Kindern alle Materialien zur freien Verfügung. Wenn ein Thema aufploppt, das die Kinder beschäftigt, nehmen sie die aufbereiteten Materialien selbst hervor. Das ist Anschlusslernen. Sie werden nicht ausgebremst mit der Floskel: "Das lernst du dann nächstes Jahr." Die Materialien liegen offen auf in den Schränken, ob für die Mathe, NMG oder Sprache.

Leitbild

Projektbild

Was, wenn das Leitbild einer Schule wirklich leitend wäre? Und sich die Lehrpersonen dazu verpflichten würden, es einzuhalten?

Lerngespräche

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Selbstorganisiertes Lernen ist kein Selbstläufer - es muss geübt und reflektiert werden.

Was wäre, wenn - wie in Marburg - jedes Kind pro Woche ein Coachinggespräch mit seiner Lernbegleiterin hätte? Verbindlich für alle?

Die Zeit steht still

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Sie steht da. Ihre Fingerkuppen tasten die Baumrinde ab. Es ist Pause. Sie steht und fühlt den Baum. Die Zeit steht still.

Was wäre, wenn die Pausenräume natürlicher wären?

Wohin wollen wir?

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Dieses Mädchen bringt sich im Rahmen der Schule das Lesen und Schreiben selbständig bei. Sie arbeitet dafür oft am Computer. Geführte Klassensequenzen gibt es nicht.

Der Besuch in dieser Schule löste bei mir viele Fragen aus: Wohin soll sich die Schule bewegen? Wie organisieren wir die Schule, wenn adaptive Lernsysteme so stark sind, dass sie ein Kind fachlich besser unterstützen können, als wenn eine Lehrperson alleine für 23 Kinder zuständig ist?

Welchen Raum geben wir der Digitalisierung - und was werden künftig die wirklich wichtigen Kompetenzen sein?

 

Grosser Lernraum

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Grosse Lernräume müssen sinnvoll unterteilt werden, alleine wegen der Akustik. Diese Raumteiler können (mobile) Gestelle sein, Pflanzen, Whiteboards.

Die LIP-Schule zeigt auf, wie personalisierte Arbeitsplätze in einer grossen Lernlandschaft gruppiert sein können.

Vielfalt

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Was, wenn wir die Vielfalt noch stärker leben würden?

Vor ca. 20 Jahren wurde diese Situation in der Laborschule als Projekt ins Leben gerufen - es hat sich dermassen bewährt, dass aus dem Projekt "Normalität" wurde. Die ältesten Jugendlichen organisieren, planen und führen ihn durch: Den Sportunterricht für die jüngsten Kinder der Schule. Für die Jugendlichen geht es um Auftrittskompetenz, um Klarheit in Ablauf und Sprache, um Empathie. Einige Jugendliche sitzen am Rand der Halle, beobachten und schreiben Feedbacks. Auch die Lehrerin der kleinsten Schüler:innen ist in der Sporthalle, sie darf nur beobachten.

Ich hatte oft Gänsehaut beim Dasitzen: Wenn z. B. ein kleiner Knirps weinte, und die Jugendlichen ihn in den Arm nahmen.

Re-Naturalisierung

Projektbild

Was wäre, wenn ein Grossteil des Hartbelages aufgebrochen werden würde, um die Natur auf den Pausenplatz zu holen?

Flüelen (UR) hat dies umgesetzt. Ein grosser Lebensturm ist entstanden; und ganze viele Orte, die zum Beobachten einladen. Der neue Pausenplatz entschleunigt, beruhigt und bietet neue Lernmöglichkeiten.

Gemeinsam

Projektbild

Dieses Bild gefällt mir, da es aufzeigt: Digital zu arbeiten bedeutet keineswegs, alleine zu arbeiten. Diese vier Kids sind gemeinsam an einer Aufgabe dran. Die Tische erlauben es, dass sie so arbeiten können.

Wie wäre es, wenn wir in der Schule viel mehr darauf achten würden, dass die Kids zusammen lernen und arbeiten?

Achtsamkeit

Projektbild

Was wäre, wenn in einer Schule eine hohe psychologische Sicherheit geschaffen wird?

Ich hatte Gänsehaut in dieser Sequenz: Die Jugendlichen haben sich mit sich selbst auseinandergesetzt. Wer bin ich? Was macht mich aus? Was sind meine tiefen Ängste? Diese Gedanken haben sie gestalterisch umgesetzt. Was da alles thematisiert wurde; wow.

Morgenkreis mit Jugendlichen

Projektbild

Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte - ich würde es nicht glauben. 100 Jugendliche, die sich täglich bei einem gemeinsamen Morgenkreis auf den Tag einstimmen. 100 Jugendliche, die auf ihren Meditationskissen sitzen.

Zwei Jugendliche haben mit einem Lernbegleiter durch diesen Morgenkreis geführt. Sie waren schon früher im Raum, wir haben ihre Musik (Gitarre und Trömmeli) vor dem Beginn gehört.

Morgenkreise sind in der Schweiz etabliert im Kindergarten und dem Zyklus 1. Was wäre, wenn nicht nur die jungen Schülerinnen und Schüler in den Schweizer Schulen so in den Tag starten dürften?

Zusammenarbeit

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In Norwegen ist es Unsitte, im Schulzimmer vorzubereiten. Den Lehrpersonen stehen dafür Büros zur Verfügung. Teilweise sind sie munzig, teilweise gross. Klar ist: Die Lehrpersonen arbeiten zusammen. Sie bereiten für ihre Kolleginnen im Jahrgang vor. Das Allerwichtigste: Sie nehmen die Vorbereitungen ihrer Kolleginnen auch an - ohne Anpassungen. So schützen sie sich vor starker Überlastung. Sie leben TEAM als "together, everyone achieves more".

Umgang mit Heterogenität

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Was, wenn bis zum Ende der Volksschulzeit keine Selektion stattfinden würde? In Skandinavien ist dies Alltag. Die Jugendlichen lernen zehn Jahre lang zusammen - am gleichen Inhalt. Die Aufgabenstellung ist meistens offen. Die Kinder lernen von früh auf: Jemand in der Klasse kann mich unterstützen; und zwar, bevor ich die Lehrerin frage.

Schulbau

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Was, wenn man eine Schule neu bauen würde - und das Geld würde kaum eine Rolle spielen? Wie sähe sie aus?

In Dubai kam ich kaum aus dem Staunen raus: Alleine die Sportanlagen (Olympiabecken, Kletterwände etc.) sind sehenswert.

Dranbleiben

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Was wäre, wenn die Kinder (und die Erwachsenen) in dieser extrem schnelllebigen Zeit lernen würden, mit Ausdauer und Geduld dran zu bleiben? In der Waldorf Schule in San Francisco ist dies ein grosses Thema. Die Jugendlichen der Highschool - ihre Eltern arbeiten oft in der EdTech-Szene - erfahren, wie das ist, wenn ein Prozess lange dauert. Die Jugendlichen arbeiten oft, sehr oft, mit ihren Händen. Auch in der High-School.

Kommunizieren statt ruhig sein

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Was, wenn der Lernraum folgende Aufforderung macht: "Hey, Kinder, sprecht miteinander".

Die Räume in Detmold sind so gestaltet, dass die Kinder automatisch in den Dialog kommen. Sie lernen, Rücksicht aufeinander zu nehmen, unterschiedliche Meinungen auszuhalten. Und dies über die Raumgestaltung: Die Tische ähneln einem Esstisch; die Kinder können sich an allen Seiten dazusetzen.

Sand

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Was, wenn das Kind im Zentrum stehen würde - und nicht die Lehrpersonen, die Reinigungskräfte oder sonst jemand? Was, wenn man das konsequent durchdenkt?

Dann wird das möglich, was die Peter Gläsel Schule lebt. Die Kinder buddeln sich ein - vor der Schule, in der Pause. In einer "Dreckschleuse" wird das Gröbste aufgefangen; aber dennoch gelangt Sand in die Schule. Was die Reinigungsfrau dazu meint? "Hier, in dieser Schule, ist Sonnenschein. Da putze ich gerne, denn den Kindern geht es gut." Sie erzählt mir noch viel mehr: Wie sie früher in einer Beton-Schule putzte. Sie ging innerlich daran kaputt. "Hier ist Sonnenschein".

Fremdsprachenlernen

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Auch wenn Schulen z. B. altersgemischt lernen oder im selbstorganisierten Lernen unterwegs sind: Oft erlebe ich einen Bruch, nämlich bei den Fremdsprachen. Diese werden oft sehr herkömmlich unterrichtet.

In der GrundacherSchule erarbeiten sich die Kinder und Jugendlichen gewisse Grundlage selbstgesteuert. Dazu haben sie die Möglichkeit, aus einem Programm auswählen zu können. Sie lernen damit interessensgeleitet, sind im Dialog und kommen zum Reden. Die Lernbegleiter:innen stellen ihr Angebot in einem Pitch vor; da kann es auch einmal vorkommen, dass gewisse Angebote der Renner sind.

 

Tagesplanung statt Stundenplan

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Was wäre, wenn die Kinder ab Zyklus 2 ihren Tag selbst planen und gestalten würden? Und regelmässig ein Beratungsgespräch haben, wie sie vorwärts kommen in ihrem eigenen Lernen?

Die Lernenden in Bratsch lernen dies. In der dritten Klasse machen sie ihre Planung noch analog, dann wechseln sie irgendwann ins Digitale. Die Kinder entscheiden, wie ein Lerntag aussieht. Sie lernen auch zu erkennen, wann eine Pause Sinn macht. Die Schule arbeitet mit der Software Hazu.

 

Über die Schule in Bratsch gibt es einen (sehenswerten!) Film

Eindrücke in einem Live-Talk von Andreas Brugger und mir, siehe Youtube.

Lernen in Projekten

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Was wäre, wenn Kinder und Jugendliche in Projekten statt in Fächern lernen würden? Wenn sie erleben dürfen, dass die Welt komplex und vielschichtig ist?

In Bratsch ist dies Alltag. Die Lernenden erleben, was alles dazugehört, wenn man Hühner halten will. Sie planen, kalkulieren, bauen, lernen am Gegenstand. Das ist Anschlusslernen in Reinform.

 

Über die Schule in Bratsch gibt es einen (sehenswerten!) Film

Eindrücke in einem Live-Talk von Andreas Brugger und mir, siehe Youtube.

Verbindungen schaffen

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Was wäre, wenn analog und digital gleichberechtigt wären, ebenso drinnen und draussen, alt und neu?

 

Dieses Bild steht für diese Verbindungen, die in der gd-Schule in Bratsch gelebt werden.

 

Über die Schule in Bratsch gibt es einen (sehenswerten!) Film.

Eindrücke in einem Live-Talk von Andreas Brugger und mir, siehe Youtube.

Erstlesen und -rechnen

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Was wäre, wenn die Schulanfänger:innen auf ihrem Niveau rechnen und lesen dürften? Zu viele Kinder werden heute entweder ausgebremst oder sind schlicht und einfach überfordert.

 

Die GrundacherSchule hat ein System entwickelt, mit dem die Kinder auf ihrem Niveau lernen können. Der Fuchs, der Bär und der Hirsch unterstützen die Kinder bei der Orientierung.

Selbständig musizieren

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Einige Intelligenarten nach Gardner werden in der Schule gut abgedeckt. Was wäre, wenn auch in der Musik das selbstbestimmte Lernen noch mehr Raum bekommen würde?

 

Die beiden Jungs sind am Rappen (ein Junge ist im Hintergrund am Schlagzeug, nicht sichtbar). Sie haben kreiert, entwickelt, waren im Dialog, haben an Details geschliffen.

Sitzgelegenheiten

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Was wäre, wenn die Kinder und Jugendlichen ihren Arbeitsbereich selbst wählen können? Wenn sie ihren Arbeitstisch sogar herstellen?

Der Schulhund

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Alle, die selbst eine Katze oder einen Hund haben, wissen: Es ist einfach beruhigend, über ihr Fell zu streichen. Ihre Präsenz tut gut: Die Tiere bringen uns zum Lachen, fordern uns heraus.

Was wäre, wenn Tiere in der Schule noch viel stärker dazugehören würden?

Der Traum vieler Kinder

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Was wäre, wenn der Traum vieler Kinder zur Realität würde? In der OBS gibt es sie: Die Rutschbahn, welche von den oberen Stockwerken direkt in den Pausenplatz leitet.

Design Thinking

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Was, wenn die Kinder und Jugendlichen ihre Schwerpunkte selbst erarbeiten, z. B. übers Design Thinking? Diese "Methode" ist im Silicon Valley oft anzutreffen.

Hautfarben

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Was wäre, wenn wir bewusster auf Nuancen eingehen würden wie hier bei diesem Beispiel? Wenn nicht einfach "hellbraun" die Körperfarbe darstellt?

Lernraum statt Klassenzimmer

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Was, wenn ein Lernraum so aussieht? Alle Materialien sind bewusst einsehbar: Als Einladung für die Kinder und Jugendlichen, effektiv damit zu arbeiten.

Gleiches Thema über alle Stufen

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Was, wenn vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe (hier: High School) alle am selben Thema arbeiten? Die Brightworks School lebt dies. Ein "Arc" dauert beinahe ein halbes Jahr.

lesen - lesen - lesen

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Nirgends habe ich so viele Bücher in den Schulen gesehen wie im Silicon Valley. Überall liegen Bücher, überall laden sie ein zum Lesen.

Kochen für alle

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Was, wenn die Jugendlichen für die anderen Personen in der Schule kochen (anstatt nur für sich)? Die Grundacherschule lebt vor, wie das gehen könnte. 

Gemütlichkeit

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Was, wenn ein Lernraum mehr nach gemütlicher Stube aussieht als nach Klassenzimmer? Welche Arbeitsformen drängen sich hier auf, welche eher nicht?

Rückzugsorte

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Was wäre, wenn den Kindern offizielle (und angenehme) Rückzugsorte zur Verfügung stehen würden? Was für Erwachsene selbstverständlich ist: Wir können uns aus einer - für uns - unangenehmen Situation rausnehmen. Für Kinder ist das oft fast unmöglich. Der einzige Rückzugsort ist oft die Toilette (deren Besuch ist oft reglementiert und zeitlich eingeschränkt).

Kanban

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Was, wenn die Kinder ihre Arbeiten nicht in einem Wochenplan vorgegeben erhalten, sondern sie sich ihre Planung per Kanban selbst erstellen?

 

Die erledigten Aufgaben ("done") kleben die Kinder am Ende der Woche in ein Heft, so dass sie rein quantitativ erleben, wie viel sie gelernt haben.

Schulzimmer leeren

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Was, wenn im kleinen Schulzimmer Platz geschaffen wird, indem die Tische und Stühle entsorgt werden?

In Zeihen dürfen sich alle Kinder ihren Arbeitsplatz selbst auswählen - und zwar im gesamten Stockwerk. Die Tische wurden rigoros aus dem Schulhaus entfernt, pro Zimmer sind noch 1-2 klassische Tische vorhanden. Das persönliche Material der Kinder befindet sich in den Transportkisten sowie in den Gestellen.

Pausenengel

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Was, wenn Kinder dazu ausgebildet werden, darauf zu achten, wie es den anderen Kindern geht? Könnte es sein, dass ein Kind traurig ist, weil es in der Pause alleine steht? Oder weil es heute gar nicht lacht? In Knonau werden Kinder dafür sensibilisiert, auf die anderen zu achten. Täglich ist ein Pausenengel im Einsatz.

Freies Lernen

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In der Villa Monte ist alles anders. Der Besuch dort zeigte mir, wie fest und tief meine Vorstellungen, wie Schule zu sein hat, verankert waren. Sie hat mich konfrontiert mit grundlegenden Fragen.

Was ist die wirkliche Aufgabe der Schule?
Was ist das Recht eines Kindes, was seine Pflicht?
Was sind die Basiskompetenzen, über welche eine junge Person verfügen sollte in unserer Gesellschaft?

 

Hier in der Villa Monte gibt es zwei Vorgaben: Die Kinder und Jugendlichen müssen vor Ort sein - und dies zu bestimmten Zeiten. Wie sie den Tag verbringen, das entscheiden die Kinder selbst. Die Erwachsenen halten sich im Hintergrund.